Everest Equipped E-SUV
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Man kennt die Situation: Man steht mit einem bepackten E-Bike an einer roten Ampel - mitten im Anstieg. Vielleicht mit Einkäufen, Kindersitz oder Gepäck. Die Ampel springt auf Grün, man tritt in die Pedale… und für einen kurzen Moment fühlt es sich an, als würde das Rad am Asphalt festkleben. 🫠
Von Fabian Huber 4 minutes read time
Genau dieser Moment ist der sogenannte Totpunkt – und er ist die anspruchsvollste Phase beim E-Bike-Fahren.
Warum? Weil hier alles gleichzeitig zusammenkommt:
Maximales Gewicht
Steigung
Keine Anfangsgeschwindigkeit
Hoher Kraftbedarf auf einen Schlag
Das Anfahren am Berg ist deshalb die Königsdisziplin – für Dich und den Motor. Und genau hier zeigt sich, warum die oft beworbene Angabe „250 Watt“ auf dem Motor nur die halbe Wahrheit ist.
Wie viel Leistung braucht man eigentlich wirklich, um am Berg anzufahren?
👉 Finde es selbst heraus mit dem MYVELO Leistungs-Rechner
Hinter unserem Rechner steckt kein Hexenwerk, sondern solide Physik. Wer verstehen will, warum das E-Bike am Berg so viel Kraft braucht, muss drei Faktoren kennen, die gegen dich arbeiten:
1. Die Hubleistung (Der Kampf gegen die Schwerkraft)
Das ist der wichtigste Teil. Sobald es bergauf geht, musst du dein gesamtes Gewicht (Fahrer, Bike und Gepäck) bei jedem Meter ein Stückchen anheben.
Logik: Je steiler der Berg und je schwerer das Rad, desto mehr Energie musst du pro Sekunde aufwenden, um nicht rückwärts zu rollen.
2. Die Beschleunigungsleistung (Überwindung der Trägheit)
Ein ruhender Körper möchte in Ruhe bleiben – das ist das Trägheitsgesetz. Um aus dem Stand auf etwa 5 km/h zu kommen, ist ein kurzer, heftiger Kraftimpuls nötig.
Logik: Diese Kraftspitze tritt nur in den ersten 1–2 Sekunden auf. Danach sinkt der Bedarf leicht ab, da du nur noch die Geschwindigkeit halten musst. Unser Rechner kalkuliert diesen "Start-Schub" mit ein.
3. Rollwiderstand und Mechanik (Der "Schwund")
Kein Fahrrad läuft perfekt reibungsfrei. Die Reifen walken auf dem Asphalt und die Kette sowie das Getriebe im Motor erzeugen eine kleine Menge Wärme.
Logik: Wir schlagen auf die reine physikalische Berechnung pauschal 10 % Puffer drauf, damit der Wert der Realität auf der Straße so nah wie möglich kommt.
Zusammengefasst: Die benötigte Watt-Zahl ist die Summe aus Hochdrücken + Anschieben + Reibungsverlust. Das erklärt auch, warum die Leistung so extrem ansteigt, wenn du nur ein paar Kilo mehr zulädst oder die Steigung nur um 2% zunimmt.
Viele E-Bike-Fahrer glauben: „Mein Motor hat 250 Watt – das ist doch nicht viel.“
Das stimmt – aber auch wieder nicht.
Die 250 Watt sind die sogenannte Nenndauerleistung.
Sie ist gesetzlich festgelegt, damit ein E-Bike als Fahrrad gilt und ohne Führerschein gefahren werden darf.
Moderne E-Bike-Motoren sind deutlich leistungsstärker, als es auf dem Papier steht.
Kurzzeitig liefern viele Motoren 600 bis 850 Watt Spitzenleistung
Besonders bei Lasten oder Steigungen wird diese Leistung automatisch abgerufen
Stell Dir vor:
Gesamtgewicht: 200 kg (Fahrer + Rad + Gepäck)
Steigung: 15 %
Mit echten 250 Watt wäre das Anfahren physikalisch kaum möglich. Der Motor nutzt deshalb kurzzeitig deutlich mehr Leistung, um Dich über den kritischen Punkt zu bringen.
👉 Das bedeutet: Nicht die Dauerleistung entscheidet beim Anfahren – sondern die Peak-Leistung.

Viele unterschätzen sie – dabei ist sie gerade am Berg Gold wert: die Anfahrhilfe.
Unterstützt bis ca. 6 km/h
Aktivierung meist per Knopfdruck am Display
Was viele nicht wissen: Die Anfahrhilfe kann auch beim Losfahren helfen, nicht nur beim Schieben.
Gerade bei:
schweren Lastenrädern
steilen Anstiegen
unsicherem Stand
…gibt sie Dir den entscheidenden ersten Impuls.
Der erste Pedaltritt ist der belastendste für die Knie. Mit Anfahrhilfe reduzierst Du diese Belastung spürbar.
👉 Pro-Tipp: Nutze die Anfahrhilfe bewusst beim Start am Berg – Dein Körper wird es Dir danken.
Der häufigste Fehler beim Anfahren?
👉 Im falschen Gang starten.
Du würdest am Berg auch nicht im 5. Gang anfahren, oder? Genau das passiert aber oft beim E-Bike.
❌ Motor arbeitet ineffizient
❌ Hohe Wärmeentwicklung (Überhitzungsrisiko)
❌ Extrem hoher Akkuverbrauch
❌ Träges, schweres Fahrgefühl
E-Bike-Motoren arbeiten am effizientesten bei:
hoher Trittfrequenz
niedriger Last pro Pedaltritt
Ein zu schwerer Gang zwingt den Motor in einen ungünstigen Drehzahlbereich.
👉 Schalte VOR dem Anhalten herunter.
Das bringt Dir:
einen leichteren Start
bessere Motorunterstützung
weniger Verschleiß
mehr Reichweite
Das Anfahren am Berg ist kein Zufall – es ist eine Kombination aus Technik, Physik und Vorbereitung.
⚖️ Gewicht: Je schwerer, desto mehr Leistung nötig
⛰️ Steigung: Der größte Einflussfaktor
⚙️ Gangwahl: Entscheidend für Effizienz
⚡ Motorleistung: Peak-Power macht den Unterschied
🦵 Technik: Sauberer, vorausschauender Start
✔️ Vor dem Anhalten rechtzeitig herunterschalten
✔️ Anfahrhilfe nutzen, wenn nötig
✔️ Mit hoher Trittfrequenz starten
✔️ Gleichmäßig Druck aufbauen – nicht „reinhauen“
✔️ Motor arbeiten lassen – nicht gegen ihn
👉 Du planst Touren mit viel Gewicht oder steilen Anstiegen?
Dann lohnt sich ein Blick auf E-Bikes mit besonders hohem Drehmoment und starker Peak-Leistung - genau dafür sind die MYVELO Kraftpakete gebaut.
💬 Teile Deine Erfahrung: Was war die steilste Rampe, die Du jemals mit Gepäck bezwungen hast?
Berechne die benötigte Watt-Leistung für deinen Start am Hang.
* Hinweis: Berechnung inkl. Beschleunigung auf 5 km/h in 2 Sek. sowie 10% Puffer für Reibungsverluste.