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Wer regelmäßig Rennrad fährt, denkt bei Leistungsoptimierung meist an VO₂max, Wattwerte oder die Ernährung rund ums Training. Doch ein Blutwert wird dabei oft übersehen – der HbA1c-Wert, auch bekannt als Langzeitblutzucker. Dabei kann gerade dieser Marker wertvolle Hinweise auf Deinen Stoffwechselstatus und Deine Gesundheit geben. Und damit letztlich auch auf Deine Performance.
Von Vincent Augustin |
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In diesem Artikel erfährst Du, was der HbA1c-Wert genau ist, wie er sich durch Sport – insbesondere Ausdauertraining – beeinflussen lässt und warum er auch für gesunde, sportliche Menschen relevant ist.
Der HbA1c-Wert zeigt an, wie viel Zucker langfristig an Deine roten Blutkörperchen (Hämoglobin) gebunden ist. Das geschieht durch die sogenannte Glykierung – ein natürlicher chemischer Prozess. Je höher der durchschnittliche Blutzuckerspiegel der letzten 8 bis 12 Wochen, desto höher fällt auch der HbA1c-Wert aus.
Die Einheiten:
In Deutschland wird meist der prozentuale Anteil angegeben.
Ein HbA1c von 5,0 % bis 5,6 % gilt als normal.
5,7 % bis 6,4 % = Prädiabetes.
Ab 6,5 % spricht man von Diabetes mellitus Typ 2.
Auch wenn Du Dich fit fühlst: Ein zu hoher HbA1c kann ein Warnsignal sein – lange bevor Symptome auftreten. Besonders relevant ist der Wert in folgenden Kontexten:
Auch schlanke, sportliche Menschen können insulinresistent sein – ein Frühstadium des Typ-2-Diabetes. Der HbA1c kann hier erste Hinweise liefern. Und je früher Du gegensteuerst, desto besser.
Stabile Blutzuckerwerte sorgen für eine bessere Energieverfügbarkeit beim Training und Wettkampf. Wer starke Blutzuckerschwankungen hat, riskiert Leistungseinbrüche, Heißhunger oder Konzentrationsprobleme – alles Dinge, die man beim Intervalltraining oder auf langen Ausfahrten vermeiden will.
Ein dauerhaft erhöhter HbA1c-Wert ist nicht nur mit Diabetes, sondern auch mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden – selbst bei scheinbar „gesunden“ Menschen. Radsportler, die ihre Gesundheit ernst nehmen, sollten ihn daher im Blick behalten.
Im Profiradsport – etwa bei der Tour de France – wird nichts dem Zufall überlassen. Neben VO₂max, Laktatwerten und Wattzahlen spielt auch der Blutzucker eine zentrale Rolle in der Leistungssteuerung. Viele Teams arbeiten heute mit kontinuierlicher Glukosemessung (CGM), um den Zuckerverlauf in Echtzeit zu beobachten – und so Energiezufuhr, Belastung und Erholung optimal abzustimmen.
Doch nicht nur der Moment zählt. Auch der HbA1c-Wert wird regelmäßig überprüft, um sicherzustellen, dass der Fahrer stoffwechselgesund bleibt – trotz hoher Belastung und teils extrem kohlenhydratreicher Ernährung während der Rennen.
Typische Strategien im Profi-Peloton:
Gezielte Kohlenhydratzufuhr: je nach Belastung, Etappenprofil und Körpergewicht werden Gels, Riegel und Drinks exakt dosiert
Training in verschiedenen Stoffwechselzuständen (z. B. nüchtern vs. kohlenhydratversorgt), um die metabolische Flexibilität zu fördern
Regeneration als Schlüssel: Nur wer im Gleichgewicht bleibt, kann auf Dauer Spitzenleistungen bringen – ein zu hoher HbA1c wäre ein Warnsignal für Überlastung, schlechte Ernährung oder mangelnde Erholung
Kurz gesagt: Auch im Hochleistungsbereich ist ein stabiler HbA1c ein Indikator für gute Steuerung von Belastung und Ernährung – und damit für nachhaltige Leistungsfähigkeit.
Man muss kein Profi sein, um vom Wissen der Tour-Teams zu profitieren. Im Gegenteil: Gerade im Hobbysport wird der eigene Stoffwechsel oft unterschätzt. Wer folgende Prinzipien übernimmt, kann Leistung, Erholung und Gesundheit gleichzeitig verbessern:
Regelmäßige Blutwerte checken – nicht nur HbA1c, sondern ggf. auch Nüchtern-Glukose und Insulin
Training nüchtern oder mit reduziertem Kohlenhydratinput (z. B. lockere Einheiten am Morgen) fördert die Fettverbrennung und senkt langfristig den HbA1c
Kohlenhydrate gezielt einsetzen: Viel hilft nicht immer viel. Während des Trainings ja – im Alltag lieber hochwertig, ballaststoffreich und in moderaten Mengen
Regeneration ernst nehmen: Guter Schlaf, Stressmanagement und Mikronährstoffe spielen eine wichtige Rolle – auch für den Blutzucker
💡 Fazit für Hobbyfahrer: Wer seinen HbA1c-Wert im Blick hat, kann nicht nur gesund bleiben, sondern auch gezielter trainieren. Der Langzeitblutzucker wird so zum stillen Verbündeten auf dem Weg zu mehr Ausdauer und Belastbarkeit – egal ob bei der RTF oder auf der Königsetappe durchs Mittelgebirge.
Regelmäßiges Ausdauertraining ist eine der effektivsten Maßnahmen, um den HbA1c-Wert zu senken oder stabil niedrig zu halten. Studien zeigen, dass selbst moderate Bewegung über mehrere Wochen den Wert messbar verbessern kann. Besonders wirksam sind:
Intervalltraining: z. B. 30 Sekunden Sprint / 90 Sekunden locker (auch auf dem Rad gut umsetzbar)
Training im nüchternen Zustand (z. B. morgendliche Ausfahrten vor dem Frühstück)
💡 Fun Fact: Bereits 150 Minuten Ausdauertraining pro Woche können den HbA1c-Wert signifikant senken – ganz ohne Medikamente.
Auch als Sportler ist die Qualität der Kohlenhydrate entscheidend. Besonders relevant:
Langkettige Kohlenhydrate statt Zuckerbomben
Viel Gemüse, Ballaststoffe & gesunde Fette
Wenig verarbeitete Lebensmittel
Riegel, Gels und isotonische Getränke haben im Training ihren Platz – aber im Alltag sollte der Fokus auf einer stabilen Blutzuckerbalance liegen. Wer dauerhaft viel Zucker konsumiert, tut seinem HbA1c keinen Gefallen, auch wenn er ihn „rausfährt“.
Auch wenn Du keine Beschwerden hast, kann eine jährliche Kontrolle beim Hausarzt oder Sportmediziner sinnvoll sein – besonders wenn:
Diabetes in Deiner Familie vorkommt
Du über 40 bist
Du häufiger müde, abgeschlagen oder hungrig bist
Du Deine Gesundheit aktiv optimieren möchtest
Für Selbstüberwacher gibt es inzwischen auch Heimtests, etwa über Fingerpikser. Doch eine Laboruntersuchung ist in der Regel genauer.
Wer seinen HbA1c-Wert senken oder stabil halten möchte, findet im Rennradfahren eine der effektivsten und gleichzeitig genussvollsten Maßnahmen überhaupt. Die rhythmische Bewegung, das Training im aeroben Bereich und die frische Luft wirken wie ein natürlicher Stoffwechsel-Booster. Studien zeigen: Schon moderate Ausdauerbelastung über mehrere Wochen kann den Langzeitblutzucker signifikant verbessern – ganz ohne Medikamente.
Dabei muss es nicht gleich die Alpenetappe sein. Auch gemütliche Touren im Flachland, regelmäßige Runden nach Feierabend oder Wochenendausfahrten bringen messbare Effekte. Und wer körperlich eingeschränkt ist oder sich (noch) nicht so viel zutraut, kann auch mit einem E-Bike starten – die Bewegung bleibt, nur die Einstiegshürde ist geringer.
Der HbA1c-Wert ist weit mehr als ein diabetesspezifischer Laborwert – er ist ein Langzeitindikator für Stoffwechselgesundheit, der auch für ambitionierte Radsportler relevant ist. Wer regelmäßig Rennrad fährt, kann durch gezieltes Training und eine angepasste Ernährung nicht nur seine Leistung steigern, sondern auch seinen Langzeitblutzucker positiv beeinflussen.
Wer regelmäßig Rennrad fährt, denkt bei Leistungsoptimierung meist an VO₂max, Wattwerte oder die Ernährung rund ums Training. Doch ein Blutwert wird dabei oft übersehen – der HbA1c-Wert, auch bekannt als Langzeitblutzucker. Dabei kann gerade dieser Marker wertvolle Hinweise auf Deinen Stoffwechselstatus und Deine Gesundheit geben. Und damit letztlich auch auf Deine Performance.
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