Everest Equipped E-SUV
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Ein Elektrofahrrad zu fahren fühlt sich an, als hätte man immer Rückenwind – egal ob bergauf, gegen den Wind oder auf langen Strecken. Doch wie funktioniert dieses Zusammenspiel aus Muskelkraft und elektrischer Unterstützung eigentlich? In diesem Artikel erfährst Du, wie ein Elektrofahrrad aufgebaut ist, wie Motor, Akku und Sensoren zusammenarbeiten und was moderne Systeme heute leisten können.
Von Vincent Augustin |
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Oft werden die Begriffe E-Bike, Pedelec und Elektrofahrrad synonym verwendet, doch es gibt kleine, aber wichtige Unterschiede. Im Alltag meint man mit Elektrofahrrad in der Regel ein Pedelec – also ein Fahrrad, das Dich nur beim Treten elektrisch unterstützt. Der Motor hilft bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h, darüber hinaus fährst Du rein mit Muskelkraft weiter.
Ein echtes E-Bike hingegen kann auch ohne Treten fahren, ähnlich wie ein Mofa. Diese Variante ist im Straßenverkehr jedoch deutlich seltener und oft zulassungspflichtig.
Für den Großteil aller Modelle auf dem Markt gilt also: Das Elektrofahrrad erkennt, wie stark Du trittst, und ergänzt Deine Leistung automatisch – ganz natürlich und harmonisch. Aber wie funktioniert das technisch?
Ein modernes Elektrofahrrad besteht im Wesentlichen aus denselben Komponenten wie ein herkömmliches Fahrrad – ergänzt um ein elektrisches Antriebssystem. Die wichtigsten Teile sind:
Motor: sorgt für die elektrische Unterstützung
Akku: liefert die Energie
Sensoren: messen Tretkraft, Geschwindigkeit und Pedalbewegung
Controller: steuert, wie viel Leistung der Motor abgibt
Display / Bedieneinheit: zeigt Informationen wie Geschwindigkeit, Akkustand oder Unterstützungsstufe
All diese Komponenten arbeiten über ein internes Kommunikationssystem zusammen. Das Ergebnis: Ein intuitives Fahrgefühl, das Deine Muskelkraft nahtlos mit elektrischer Energie kombiniert.
Ohne Motor kein elektrischer Rückenwind. Der E-Bike-Motor ist das zentrale Bauteil, das Deine Tretbewegung verstärkt. Er wandelt elektrische Energie aus dem Akku in mechanische Leistung um und überträgt sie auf die Kurbel oder das Rad.
Vorderradmotor
Sitzt in der Nabe des Vorderrads.
Einfacher Aufbau, gleichmäßige Kraftverteilung.
Nachteil: Weniger Traktion auf rutschigem Untergrund.
Direkt in der Hinterradnabe integriert.
Sorgt für sportliches, direktes Fahrgefühl.
Nachteil: Wartung etwas aufwändiger (z. B. Reifenwechsel).
Mittelmotor (Tretlagermotor)
Heute am weitesten verbreitet.
Platziert in der Mitte des Rahmens – optimale Gewichtsverteilung.
Unterstützt über die Kurbel direkt Deine Tretkraft.
Ideal für natürliches Fahrgefühl, besonders an Steigungen.
Marken wie Bosch, DJI, Shimano, Yamaha oder Bafang bieten verschiedene Mittelmotor-Systeme an. Ein Beispiel: Der Bosch Performance Line CX (Gen 5) – mit bis zu 85–100 Nm Drehmoment – liefert dynamische Unterstützung und eine sehr feine Sensorsteuerung.
👉 Wenn Du mehr über Bosch-Motoren erfahren möchtest, lies unseren Artikel „Bosch Motoren Generationen im Überblick“.
Ohne Akku läuft beim Elektrofahrrad gar nichts. Er speichert die elektrische Energie, die den Motor antreibt. In der Regel handelt es sich um moderne Lithium-Ionen-Akkus, die ein optimales Verhältnis aus Gewicht, Leistung und Lebensdauer bieten.
Kapazität: wird in Wattstunden (Wh) angegeben – typisch sind 400 Wh bis 750 Wh.
Spannung: meist 36 V oder 48 V Systeme.
Zellen: mehrere einzelne Batteriezellen, meist vom Typ 18650 oder 21700.
BMS (Battery Management System): schützt vor Überladung, Tiefentladung und Überhitzung.
Je höher die Kapazität, desto größer die Reichweite – allerdings steigt auch das Gewicht. Ein guter Mittelwert liegt bei rund 500 Wh, was bei moderater Fahrweise 60–120 Kilometer Reichweite ermöglicht.
Um die Lebensdauer Deines Akkus zu verlängern:
Lade ihn idealerweise nicht ständig auf 100 %.
Lagere ihn bei 10–20 °C und etwa 60 % Ladestand.
Vermeide extreme Hitze oder Frost.
Verwende nur das Original-Ladegerät.
So hält ein moderner Akku in der Regel 500–1.000 Ladezyklen – also viele Jahre.
Damit der Motor genau weiß, wann und wie stark er unterstützen soll, braucht er präzise Messwerte. Hier kommen verschiedene Sensoren ins Spiel:
Tretkraftsensor (Drehmomentsensor)
Misst, wie stark Du in die Pedale trittst – je kräftiger, desto mehr Unterstützung.
→ Ergebnis: Ein sehr natürliches Fahrgefühl.
Trittfrequenzsensor (Kadenzsensor)
Erkennt, dass Du die Pedale bewegst – aber nicht, wie stark.
→ Typisch bei einfacheren Systemen.
Geschwindigkeitssensor
Misst, wie schnell Du fährst – der Motor regelt die Unterstützung bei 25 km/h ab.
Der Controller ist das Gehirn des Elektrofahrrads. Er empfängt die Sensor-Daten, berechnet in Echtzeit die passende Motorleistung und sorgt dafür, dass die Unterstützung sanft einsetzt. Dabei werden Faktoren wie Trittfrequenz, Steigung und gewählte Unterstützungsstufe berücksichtigt.
Moderne Systeme kommunizieren außerdem mit dem Display oder Smartphone-Apps – dort kannst Du Fahrdaten, Akkustand oder auch Navigationsinfos abrufen.
Stell Dir den Ablauf so vor:
Du beginnst zu treten.
Der Tretkraftsensor misst Deine Pedalkraft.
Der Controller berechnet, wie viel zusätzliche Leistung nötig ist.
Der Motor setzt diese Unterstützung blitzschnell um.
Der Akku liefert den benötigten Strom.
Sobald Du aufhörst zu treten, stoppt die Unterstützung sofort.
Das Ergebnis: Ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine – kein Rucken, kein Nachlaufen, einfach ein fließendes Fahrgefühl.
Besonders Mittelmotoren punkten hier mit feiner Regelung und intuitiver Leistungsabgabe – man hat das Gefühl, selbst stärker zu treten, statt gezogen oder geschoben zu werden.
Die meisten Systeme bieten mehrere Unterstützungsmodi, zwischen denen Du je nach Strecke und Energiebedarf wechseln kannst:
Eco: minimale Unterstützung, maximale Reichweite.
Tour: ausgewogene Balance für den Alltag.
Sport: spürbar mehr Power für Steigungen.
Turbo: volle Unterstützung, ideal für bergige Routen.
Moderne Systeme wie der Bosch eBike Flow Mode passen die Unterstützung sogar automatisch an Dein Fahrverhalten an – ganz ohne manuelles Umschalten.
Ein Elektrofahrrad nutzt Energie sehr effizient: Der Motor arbeitet nur, wenn Du trittst, und setzt elektrische Energie direkt in Drehmoment um. Während ein Auto oft nur rund 20 % der Energie wirklich in Bewegung umsetzt, liegt der Gesamtwirkungsgrad beim E-Bike über 80 % – ein beeindruckender Wert für umweltfreundliche Mobilität.
Die Kombination aus Muskelkraft und elektrischer Unterstützung ist also nicht nur komfortabel, sondern auch energieeffizient und nachhaltig.
Die Elektrofahrrad-Technik entwickelt sich rasant weiter. Neue Systeme integrieren Software, Sensorik und Konnektivität:
App-Steuerung: Fahrdaten, Navigation und Service-Infos direkt am Smartphone.
GPS-Tracking & Diebstahlschutz: Echtzeit-Ortung und Sperrfunktion.
Over-the-Air-Updates: Software-Verbesserungen wie beim Auto.
Rekuperation: Rückgewinnung von Energie beim Bremsen (aktuell noch selten bei Pedelecs).
Automatische Schaltung: Motor und Schaltung kommunizieren, um immer den optimalen Gang zu wählen.
Damit wird das Elektrofahrrad zunehmend zu einem intelligenten Mobilitätssystem – vernetzt, effizient und individuell anpassbar.
Ein Elektrofahrrad ist weit mehr als ein normales Fahrrad mit Motor. Es ist ein durchdachtes Zusammenspiel aus Mechanik, Elektronik und Software. Motor, Akku, Sensoren und Steuerung arbeiten perfekt zusammen, um Dir das Fahren zu erleichtern – ganz gleich, ob Du sportlich unterwegs bist, zur Arbeit pendelst oder gemütlich die Landschaft genießt.
Wer einmal erlebt hat, wie harmonisch ein gutes System arbeitet, versteht: Elektrofahrräder sind keine Modeerscheinung – sie sind die Zukunft der umweltfreundlichen Mobilität.
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