Berlin electric folding bike
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Ein leerer oder vergessener Akku gehört wohl zu den klassischen Sorgen von E-Bike-Fahrern. Doch was passiert eigentlich, wenn der Akku plötzlich schlappmacht – oder gar nicht erst eingesetzt wurde? Kann man ein E-Bike auch ohne Akku fahren? Die kurze Antwort lautet: Ja, man kann. Doch wie angenehm oder sinnvoll das ist, hängt stark vom jeweiligen E-Bike-Modell und Einsatzzweck ab.
Von Isatou Schulz |
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In diesem Artikel erfährst Du alles Wichtige zum Thema Fahren ohne Akku – mit Tipps, Hintergründen und klarer Einschätzung.
Die Idee, ein E-Bike ohne Akku zu bewegen, klingt zunächst widersprüchlich. Schließlich kauft man sich ein Elektrofahrrad gerade wegen der elektrischen Unterstützung. Dennoch gibt es Situationen, in denen man auf den Akku verzichten muss oder möchte:
🔋 Akku leergefahren und keine Lademöglichkeit in Sicht
🎒 Akku vergessen – besonders ärgerlich bei Touren oder dem Weg zur Arbeit
💪 Fitness-Training mit Zusatzgewicht
🔌 Energie sparen bei Touren mit Etappenplanung
⚠️ Defekter Akku – aber das Bike muss trotzdem bewegt werden
Die gute Nachricht: Die meisten E-Bikes lassen sich auch ohne Akku fahren. Die schlechte: Je nach Modell kann sich das spürbar schwerfälliger anfühlen als ein normales Fahrrad.
Ob ein E-Bike ohne Akku noch Spaß macht oder zur Tortur wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Ein typisches E-Bike wiegt zwischen 20 und 30 Kilogramm – deutlich mehr als ein herkömmliches Fahrrad. Der fehlende Akku reduziert das Gewicht nur leicht. Ohne elektrische Unterstützung muss man also viel Muskelkraft aufbringen, besonders an Steigungen.
Nicht alle Motoren verhalten sich im ausgeschalteten Zustand gleich:
✅ Mittelmotoren (z. B. von Bosch oder Shimano) haben meist einen Freilauf und erzeugen kaum Tretwiderstand, wenn sie ausgeschaltet oder der Akku entfernt ist.
⚠️ Nabenmotoren (v. a. im Hinterrad) können spürbaren Widerstand erzeugen, wenn der Motor nicht mit Strom versorgt wird.
❗ S-Pedelecs benötigen in vielen Fällen eine aktive Systemfreigabe – ohne Akku fährt hier oft gar nichts mehr.
Eine fein abgestufte Schaltung hilft dabei, auch ohne Unterstützung noch möglichst effizient zu fahren. Besonders hilfreich ist eine leichte Übersetzung für Steigungen oder Gegenwind.
Auch wenn es selten geplant ist, kann das Fahren ohne Akku in bestimmten Kontexten Vorteile bringen:
Ohne Unterstützung wird das E-Bike zum (schweren) Trainingsgerät. Wer Muskelkraft aufbauen oder Ausdauer verbessern will, kann gezielt Passagen ohne Motor fahren – oder den Akku ganz zu Hause lassen.
Auf langen Reisen oder bei Bikepacking-Touren kann es sinnvoll sein, den Akku zu schonen und nur in schwierigen Passagen zuzuschalten.
Ist der Akku defekt oder nicht mehr einsatzbereit, bleibt das Bike trotzdem nutzbar – zumindest bei den meisten Modellen.
Bevor man ohne Akku losfährt, sollte man sich der folgenden Punkte bewusst sein:
Planung ist alles: Lange Strecken oder starke Steigungen können schnell zur Herausforderung werden.
Akkuhalterung sichern: Ohne eingesetzten Akku kann die Halterung Schmutz ausgesetzt sein – ggf. abdecken.
Fahrgefühl testen: Wer sein Bike kennt, kann im Ernstfall besser reagieren.
Ladezustand im Blick behalten: Ein kurzer Check vor dem Losfahren spart oft Ärger.
✔️ Reifendruck erhöhen: Gut gefüllte Reifen reduzieren den Rollwiderstand deutlich.
✔️ Gänge clever wählen: Eine niedrige Übersetzung spart Energie – Deine!
✔️ Gepäck reduzieren: Je leichter das Bike, desto angenehmer die Fahrt.
✔️ Backup-Akku überlegen: Wer oft längere Strecken fährt, kann über einen Zweitakku nachdenken.
Ein E-Bike kann auch ohne Akku gefahren werden – bei den meisten Modellen ist das technisch kein Problem. Allerdings fühlt sich das Fahrverhalten deutlich schwerfälliger an, und der Komfort der Motorunterstützung fehlt natürlich komplett. Wer öfter in die Situation kommt oder ganz bewusst darauf verzichten möchte, sollte sein Bike gut kennen und einige Vorkehrungen treffen.
Tipp: Probier es ruhig mal aus – auf einer kurzen Strecke oder im Alltag. So weißt Du im Ernstfall, was auf Dich zukommt. 🚲💪